"Die zu erwartende Verelendung weiter Bevölkerungsschichten in der Sowjetunion und in Polen wird mit Nationalismus verwischten Hass zeitigen. Trotz scheinbar günstiger Bedingungen droht innerhalb der Bevölkerung der DDR die anfängliche Erwartung auf das Wunderding DM in Enttäuschung umzuschlagen. Sprunghaft steigende Arbeitslosenzahlen, das arrogante, besserwisserische Auftreten der westdeutschen Herren im Kommandostil, die absehbare Perspektive, wieder die Angeschmierten, die ewigen Verlierer, ja, nun auch noch die Versager zu sein, könnte Hass keimen lassen, nicht frei von Selbsthass. Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Zwangsherrschaft und Mangelwirtschaft stehen nun das kapitalistische System und dessen Ideologie, die rigorose Marktwirtschaft und die Macht der Banken , auf dem Prüfstand. In der DDR mehren sich (vier Wochen nach der Einführung der DM) die Katastrophenmeldungen. Heute die Arbeitsministerin Hildebrandt, die vom Zusammenbruch der Wirtschaft sprach und von der zunehmenden Abwanderung qualifizierter junger Arbeiter und Lehrlinge in den Westen; alles Tatsachen, die ich prognostiziert habe und die, indem sie sich nun bestätigen, nicht fröhlich stimmen."
Wie schon direkt zur Wendezeit vorausgesagt, ist der PROZESS der Wiedervereinigung mit enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Belastungen verbunden, die auch in 20 Jahren noch nicht abgeschlossen sein werden. Trotzdem kann Deutschland etwas für eine schnelle Überwindung des Ost - Westgradiententun:
Rücksicht, Reue, Toleranz sind die Richtlinien für ein wiklich geeintes Deutschland.
WEITERE INFORMATIONEN UNTER:
http://solid-schmalkalden.jimdo.com/unsere-projekte/
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